10 Dinge, die ich 2022 gelernt habe

Jetzt ist ein weitere Jahr um, das zweite “richtige” Jahr von AMELI und es war eine komplette Achterbahnfahrt. Dabei haben wir wieder einmal so viel gelernt, sind als Team, Community und Marke so viel gewachsen. Was hat mich besonders dieses Jahr geprägt?

10 Learnings aus 2022

Es geht nichts ohne Kompromisse - dabei braucht es eine gute Balance.

Das trifft auf so viele Situationen bei uns zu. Bei der Produktentwicklung die Frage: Wie viele Innentaschen möchte ich (so viele wie möglich!) und welchen Preis bin ich bereit zu zahlen? Ich möchte wachsen, aber nachhaltig. Ich kann nicht mit der Preisstruktur alle Retourenkosten abdecken, aber möchte auch nicht deswegen Kunden verlieren. Dabei ist es nie ein Schwarz oder Weiss und ich habe unterschätzt, wie unfassbar viele Entscheidungen man täglich trifft mit (meistens) einer Kosten/Aufwand vs. Nutzen Abwägung.

10 things I learned - Compromises


2 Fokus, Fokus, Fokus

Ich weiß nicht, wie viele E-Mails und Anfragen dieses Jahr reinkamen für Vorträge, Shops, Events, IT Dienstleistungen, Produzenten etc. Mit jedem dieser Themen hätte man sich mehrere Stunden oder sogar Tage auseinandersetzen können. Aber alles, was nicht Kerngeschäft war, nämlich eigener Online Vertrieb im DACH Bereich, haben wir abgesagt, weil es selbst da noch genug Baustellen gibt und es so wichtig ist, sich nicht zu verzetteln.


3 Du kannst (trotz Fokus) nicht alles machen.

Selbst mit Fokus, mit tausend “Neins”, mit tausend schnellen Entscheidungen ist die Lücke zwischen Ist-Zustand und Soll-Zustand riesig. Es gibt eine Metapher mit einem Glas und unterschiedlich großen Bällen. Und man soll erst die großen reinlegen und danach die kleineren, um sich auf seine wichtigsten Themen zu konzentrieren. Macht in der Theorie Sinn. Kritische Frage von Oliver Burkeman in dem Buch “Four Thousand Week” dazu: Was ist, wenn die großen, wichtigen Kugeln schon nicht ins Glas passen? 

In einem Start-up gibt es irgendwie eine ganz andere Geschwindigkeit. Keine Strukturen, alles muss erst aufgebaut werden. Und wenn man sich mit anderen Gründer:innen austauscht, erhält man leicht das Gefühl, dass man noch SO viele SO wichtige Sachen am besten gestern angegangen wäre. Es wird immer zu viel zu tun geben und man kann nicht alles gleichzeitig machen, oder zumindest ich nicht. Diesen Zustand zu akzeptieren war ein sehr wichtiges Learning, mit dem ich noch oft hadere. 


4 Es braucht länger als erwartet.

In der Unternehmensberatung ist es einfach, Roadmaps zu erstellen und Strategien zu entwickeln. In der Realität haben wir dieses Jahr wieder einmal gesehen, dass alles länger braucht als gedacht: Die richtigen Leute zu finden, den Prototypen Produktionsfertig zu haben (Ein Produkt kommt jetzt endlich im Januar raus, was ich mir eigentlich zum Geburtstag (im Juni) schenken wollte.), IT-Implementationen, Marketing-Aktionen, diesen Text hier zu schreiben… Ich habe keine Lösung bisher dafür gefunden, vielleicht aber etwas Akzeptanz als sehr ungeduldiger Mensch dafür entwickelt, dass “gut Ding will weile haben”.

10 things I learned - It Takes Time

Offline Teambuilding ist wichtig. 

Wir hatten dieses Jahr ein Offsite Event in Italien mit unserem gesamten Team. Bei unserem virtuellen Weihnachtsevent wurden von so vielen das Offsite als Highlight des Jahres beschrieben, einfach weil das Team sich noch besser kennengelernt hat, die Charaktere noch besser eingeschätzt werden konnten und eine Verbindung untereinander aufgebaut werden konnte, die nur schwer über den Computer erschaffen werden kann. Auch nächstes Jahr werden wir wieder ein AMELI Team Offsite machen, damit wir noch besser an einem Strang ziehen können. 

10 things I learned - Team Building

6 Purpose ist die beste Motivation

Wir haben dieses Jahr die Womensweek zu Ehren des International Women’s Day veranstaltet und zum einen Erlöse an Women’s Hope gespendet, zum anderen extrem viele Thema rund um Women Empowerment aufgegriffen. Dazu haben wir jeden Monat immer wieder neue Strong Voices und educational Content Richtung Frauen Empowerment. 

Das bringt in erster Linie nicht mehr Umsatz und sicherlich gäbe es tausend andere Möglichkeit, die Zeit für mehr Wachstum zu nutzen, ABER es gibt nichts stärkeres für meine Motivation als das Gefühl, mit AMELI auch wirklich zu einer Veränderung, zu mehr Gleichberechtigung, zu mehr Möglichkeiten für Frauen in unserer Community, aber auch in der Welt beitragen zu können. Es ist und bleibt ein riesiges Herzensthema, was wir auch in 2023 immer als Teil unserer Fokusthemen haben werden. 

10 things I learned - Purpose


Community Feedback wird für die Produktentwicklung genutzt.

Dieses Jahr haben wir unsere Community gefragt, ob sie auf unseren Technoparks goldene oder embossed Logos bevorzugen. Wir haben den Technopark auch in einer kleineren Version ins Leben gerufen, obwohl wir eigentlich eine grössere Version geplant hatten. Wir haben Farben, die von der Community gewünscht wurden, gelauncht und neue Straps. Nur durch die enge Zusammenarbeit und das Feedback von euch, unseren Kunden, können wir Produkte anbieten, die auch wirklich gefragt sind und Produkte realisieren, die euch einen Mehrwert bieten. Diese Art der Produktentwicklung ist für uns extrem wertvoll und ich bin unfassbar dankbar für die vielen Ideen und das Feedback, was wir erhalten haben.


8 Das richtige Team ist ein Game Changer.

Dieses Jahr sind wir als Team ziemlich gewachsen und es haben uns auch zwei Leute verlassen. Die zwei grössten Learnings dabei für mich: Keine Kompromisse bei der Einstellung - egal, wie gross der Bedarf ist, wenn es nicht zu 100% ein Fit ist, sucht man weiter. Dem bestehenden Team Möglichkeiten zur Entwicklung und Selbstentfaltung zu ermöglichen, es zu fördern und gemeinsam nach den Sternen zu greifen. Das richtige Team ist ein absolutes Make or Break und ist defitiniv Zeit-Investments wert. 


Dank unserer kollaborative Partnerschaften mit unseren Produzenten profitieren wir von viel Flexibilität und Einsatzbereitschaft.

Wir haben seit Beginn eine unfassbar enge, auf Vertrauen basierte Partnerschaft mit unserem Produzenten in Italien. Vor allem zum Ende dieses Jahres hat sich das extrem ausgezahlt. Wir hatten zwei große Deals für Firmenkunden, der eine kam sehr spontan, der andere war schon bestellt und wurde dann last minute gecancelt. Zusammen mit unserem Produzenten konnten wir super schnell Lösungen finden für beide Situationen und alle haben an einem Strang gezogen. Norditalien ist sicherlich einer der teuersten Produktionsstandorte, aber die Qualität der Produkte und die enge Zusammenarbeit ist für uns von enormer Wichtigkeit - genau wegen solchen Situationen wo jeder andere gesagt hätte: Nein, habe keine Kapazität oder Das hast du schon bestellt, das kannst du nicht stornieren. 

10 things I learned - Partnership

10 Vergiss nicht auch einmal stolz zu sein.

Wir bewegen uns mit so einer unfassbaren Geschwindigkeit, ehrlich gesagt von Herausforderung zu Herausforderung und von einem gelöschten Feuer zum nächsten. Es gibt kaum eine Zeit um inne zu halten. Aber heute habe ich mir etwas Zeit genommen - Wir haben 5 neue Mitarbeiter in unser Team und Herz geschlossen, wir haben inzwischen über 30.000 Instagram Follower und haben mehr als 1500 5-Sterne Reviews. Wir haben über 2,5 Tsd. CHF an Women’s Hope gespendet und neun Interviews mit inspirierenden Persönlichkeiten veröffentlicht. Dazu kamen drei neue Modelle und etliche neue Farben. 

Es ist unglaublich, wie viel man in einem Jahr schaffen kann und ich freue mich auf 2023 mit euch.  

Zu allerletzt, nicht als Learning, weil ich immer wieder neu darüber staunen muss, möchte ich dir danke sagen. Ohne dich, deine Unterstützung und deine Loyalität hätten wir diese ganzen Learnings nicht gehabt. Für jede nette Nachricht, jedes konstruktive Feedback, jedes Kompliment, jedes Bild von AMELI Taschen in der Wildnis möchte ich dir SO sehr danken. Zu wissen, dass wir mit AMELI einen Mehrwert schaffen, ist das beste Geschenk zu Weihnachten und ich freue mich auf alles, was wir gemeinsam in 2023 erleben werden.